Am Vormittag besuchten wir die Kulturerbe-Bibliothek Hendrik Conscience. In einem repräsentativen Saal wurden uns ausgewählte Drucke gezeigt. Überraschend: Im Korridor vor dem Lesesaal stand ein Büstchen von Alexander Puschkin. Die Bibliothek selbst arbeitet seit Jahren daran, ihren immensen Bestand zu katalogisieren; genaue Zahlen konnten uns die Mitarbeiter nicht nennen, so groß ist die Sammlung.
Am Nachmittag folgte das Plantin-Moretus-Museum. Ich war tief beeindruckt von der Manufaktur des Wissens:
- Dutzende Druckpressen,
- eigene Werkstätten für den Guss von Lettern,
- zahllose Setzkästen.
Allgegenwärtig war die Heraldik der Familie Plantin-Moretus: das Symbol des Zirkels mit der Devise Labore et Constantia. Wie ein frühneuzeitliches „Corporate Design“ zog es sich durch Räume, Bücher, Embleme.